Gesund Abnehmen: Heißhungerattacken?

Es ist nicht DEIN Heißhunger

Passt die personalisierte Ernährung nicht ganz in dein Konzept von dem, was du so kennst in Sachen gesunde, ausgewogene Ernährung? Vielleicht wunderst du dich, wieso beispielsweise im Bereich der Kohlenhydrate manchmal ein Brötchen mehr Sinn machen soll, als Gemüse oder Salate. Oder du fragst dich, wie es sein kann, dass ein hochwertiges, kalt gepresstes Pflanzenöl auch zu viel sein kann im Salatdressing? Dann wird dieser Artikel etwas Klarheit schaffen.

Der Punkt ist nämlich: Wenn du die Information isoliert betrachtest, klingt es durchaus so, als würdest du total spontan die vermeintlich „gesünderen“ Dinge bevorzugen, also die in der linken Spalte.

  • Blattsalat
  • Rohkostsalate
  • gegartes Gemüse
  • Vollkornmüsli
  • Baguettebrötchen
  • Nudeln
  • Hefezopf
  • Torte

Alle Nährstoff-Anteile sind wichtig!

Was es mit dem Unterschied an Energiedichte und Energiebereitstellung auf sich hat, habe ich an anderer Stelle beschrieben.
Hier soll es nun darum gehen, was der Körper noch benötigt, um die Dinge, die wir so essen ordnungsgemäß zu verstoffwechseln. Wenn beispielsweise der Kohlenhydrat-Anteil genau der körpereigenen optimierten Menge entspricht, dann könnte man ja auch auf die Idee kommen, diesen Anteil ausschließlich über Gummibärchen und Schokotorte zu decken. Nach dem Motto: „Wenn meine Ernährung zu 40% bis 50% aus Kohlenhydraten bestehen soll, dann esse ich eben den halben Tag lang Schokokuchen und in der zweiten Tageshälfte kümmere ich mich um die übrigen 50%. Ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Zum Einen isst du ja mit der Schokoladentorte nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch die übrigen Zutaten, die verbacken wurden, Butter etwa, oder Sahne. Jetzt gilt es deshalb zu schauen, inwiefern sich das Fett und das Eiweiß hier die Waage halten.

Zum Anderen kann dein Körper gar nicht die gesamte Energie, die der Schokokuchen theoretisch bereitstellen könnte nutzen, denn du fütterst noch ein paar böse Mitbewohner mit: Die Darmbakterien, und zwar die schlechten. Die, die vorwiegend Heißhunger auf Süßes haben und immer mehr von diesen schnelllebigen Kohlenhydraten haben möchten. Diese Bakterienstämme hausen in deinem Darm und wollen nicht nur immer mehr Futter (noch mehr Süßes!), sondern sie verhindern auch regelrecht die Verbreitung der guten, für deine Verdauung förderlichen Bakterienstämme. Diese fühlen sich wohl, wenn der Darm gesund und „sauber“ ist. Dafür brauchst du Ballaststoffe in deiner Ernährung. Wenn wir nun noch einen Blick auf die obige Auflistung werfen, dann sind es vor allem die linken, die reich an Ballast- und Faserstoffen sind.

Böse oder liebe Mitbewohner?

Es nützt aber nichts zu sagen: Die einen sind grundsätzlich gut und die anderen grundsätzlich böse. Denn wenn du versuchst, deinen Gesamtbedarf an Kohlenhydraten nur aus der linken Spalte zu decken, dann kommst du irgendwann an deine Grenzen, denn die eigentlichen Energielieferanten befinden sich vorwiegend rechts. Diese werden aber im Darm nur entschlüsselt und werden vom Körper aufgenommen, wenn die Darmzotten schön sauber sind und der Darm intakt. Passiert das nicht, dann setzen sie sich irgendwo zwischen den Darmzotten ab und verhindern, dass auch andere hochwertige Nährstoffe verdaut und vom Blut absorbiert werden. Gleichzeitig werden die schlechten Bakterienstämme weiterhin gefüttert, die vermehren sich und verlangen nach noch mehr Futter. Du hast Heißhunger auf Süßes, isst noch mehr schnelllebige Kohlenhydrate usw.

Ein Teufelskreis!
Was du jetzt brauchst, ist ein waches Bewusstsein und die Erkenntnis, was du da tust. Du hast nämlich nicht wirklich Hunger, du fütterst nur die gefräßigen Darminsaßen. Die Hilfe kommt hier von einer Großputzaktion: